Lage

Die Weinbaugemeinde Pasohlávky (Weißstätten) liegt am Nordufer der Stauseen von Nové mlýny an der Hauptstrasse zwischen Brno und Wien etwa 15 km nordwestlich von Mikulov.

Geschichte

Im Gebiet von Pasohlávky gibt es eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte, nämlich Hradisko u Mušova (Burgstadt), wo bauliche Überreste einer römischen Festung gefunden wurden, die zugleich das bis jetzt einzige hierzulande entdeckte römerzeitliche Bauwerk ist. Der erste urkundliche Beleg für Pasohlávky ist mit dem Jahre 1276 verknüpft. Der Ort war während der böhmisch-ungarischen Kriege im 15. Jahrhundert verfallen und wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts – höchstwahrscheinlich von Kroaten – wieder besiedelt. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde das Dorf konfisziert und vom Kardinal Franz Seraph von Dietrichstein erworben. Während des Dreißigjährigen Krieges geriet der Ort durch Plünderungen stark in Mitleidenschaft und gehörte zu den meistverwüsteten Dörfern des heutigen Bezirks Břeclav.
Das Dorf war stark von Veränderungen berührt, die mit der Errichtung des Wasserbauwerkes Nové mlýny zusammenhingen: Da die Nachbargemeinde Mušov (im Jahre 1980) dem Bau weichen musste, sind die Bürger von Mušov zum Teil nach Pasohlávky (zum Teil nach Pohořelice) gezogen. Der letzte Überrest des nicht mehr bestehenden Nachbarortes Mušov ist das bekannte Kirchlein von Mušov inmitten des Stausees von Věstonice.

Kulturdenkmäler

Typisch für den Ort ist die Kirche der Hl. Anna auf dem Dorfplatz. Dort, wo sie heute steht, gab es ursprünglich die Heilig-Geist-Kapelle. Diese wurde im Jahre 1811 umgebaut und zu einer Kirche erweitert. Sieben Jahre später wurde der Kirchturm hinzugebaut. Vor der Kirche steht außerdem die denkmalgeschützte Statue des Heiligen Johannes Nepomuk aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Beachtenswert ist auch eine archäologische Ausstellung im Autocampingzentrum ATC Merkur Pasohlávky, die den Fundstücken gewidmet ist, die die X. Legion in der sog. Römerfestung im 2. Jahrhundert n. Chr. zurückgelassen hat.

Natur

Die Gemeinde liegt am nördlichen Ufer des Oberen Stausees des Wasserbauwerkes Nové Mlýny. Östlich der Gemeinde verläuft im Überschwemmungsgebiet des Flusses Jihlava ein Auwaldstreifen. Es wurde hier das Biosphärenreservat Betlém eingerichtet, das einen wertvollen Lebensraum für Wasservögel und für die Fortpflanzung von Amphibien schützt. Das Katastralgebiet der Gemeinde ist zum Teil von den Stauseen Nové mlýny überschwemmt, deren mittlerer See mit der kleinen Insel im Jahre 1994 zum Naturschutzgebiet Speicher von Věstonice erklärt wurde. Für Wasservögel ist der See als Brutplatz bzw. als Raststätte, soweit sie weiter ziehen, besonders wichtig.

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